
In einem Podiumsgespräch über „Frauen im Radsport“ tauchen wir tief in die Themen Chancengleichheit, Geschlechtergerechtigkeit und die Gleichbehandlung von Frauen im (Rad-)Sport ein. Im Jahr 2023 sollte man meinen, sei Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit eine Selbstverständlichkeit. Bedauerlicherweise ist dies noch nicht in allen Bereichen des Sports umgesetzt, auch wenn ein Wandel spürbar ist.
Unsere Diskussionsrunde ist eine Gelegenheit, um persönliche Erfahrungen der Podiumsgäste zu teilen, aber auch zu beleuchten, wie Sportlerinnen ihre Karrieren erfolgreich gestaltet haben und welche Hindernisse sie dabei überwinden mussten. Wir wollen auf die bestehenden Diskrepanzen hinweisen, sei es in der öffentlichen Wahrnehmung, der Präsenz in den Medien, den Gehaltsunterschieden („Gender-Pay-Gap“), den strukturellen Ungleichheiten oder der mangelnden Berücksichtigung der spezifischen Bedürfnisse von Frauen und Mädchen, insbesondere in Forschung und Entwicklung („Gender-Data-Gap“).
Das Podium stellt für uns eine Möglichkeit dar, diese Probleme zu thematisieren, damit wir gemeinsam Lösungen finden können, um eine gerechtere und inklusivere (Rad-)sportlandschaft zu schaffen. Schließlich ist die Geschlechtergleichheit auch eines der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs), und es liegt in unserer Verantwortung, sicherzustellen, dass diese verwirklicht wird, auch innerhalb des Sports.
Wir freuen uns, u.a. Anna Badegruber und Kerstin Kortekamp auf dem Podium begrüßen zu dürfen.
Anna Badegruber ist eine ehemalige österreichische Profirennradsportlerin und seit diesem Jahr eine der sportlichen Leiter*innen bei Uno-X Mobility Cycling. Sie bringt viel Erfahrung aus dem Inneren des Rennradprofigeschäfts mit. Anna absolvierte ein Studium des Sport und Eventmanagements und bildet sich derzeit zur angewandten sportpsychologischen Expertin weiter.
Kerstin Kortekamp ist Mitinhaberin der Schicken Mütze in Düsseldorf. Sport ist ihre Leidenschaft, insbesondere aber Radsport. Vom Mountainbike sattelte sie um, nachdem sie ihr erstes Rennrad bei einer Tombola gewann. Nachdem Kerstin bereits einige Rennradausfahrten exklusiv für Frauen organisierte, hat sie 2018 die „Frauenbewegung Rennrad“ ins Leben gerufen, ein offenes Veranstaltungsformat, das seit 2023 wöchentliche Ausfahrten anbietet.
Jasmin Corso ist als Wissenschaftlerin in der Krebsforschung tätig. In ihrer Freizeit beschäftigt sie sich mit zyklusbasiertem Training und den Anforderungen der weiblichen Physiologie im Sport. Ihre Leidenschaft für den (Rad)-Sport entdeckte sie (erst) zum Ende ihres Studiums in Göttingen, und begann während ihrer Promotion mit dem Wettkampfsport: sowohl auf der Straße als auch im Gelände. Im Jahr 2020 fuhr sie für ein Bundesliga-Team und nahm an internationalen Rundfahrten teil. Jasmin setzt sich aktiv für die Gleichstellung im Frauenradsport ein.
Das Podiumsgespräch startet um 18 Uhr im SDG+Lab.

